Industrieanlage mit Rohrsystemen zur EnergierückgewinnungIndustrieanlage mit Rohrsystemen zur Energierückgewinnung
„Wir haben mit WhereverSIM eine Lösung im Einsatz, die wir international nutzen können. Ein Anbieter, ein einheitliches Portal, das macht das Handling für uns deutlich einfacher.“

Fabian Weigand

Product Manager

Orcan Energy AG

Energie, die sonst verloren geht: Wie Orcan Energy Abwärme in Strom verwandelt

Wo Maschinen, Motoren oder industrielle Prozesse laufen, entsteht Wärme. Viel davon verschwindet bislang ungenutzt in der Umgebung, obwohl darin noch wertvolle Energie steckt.

Genau hier setzt die Orcan Energy AG an. Das Münchner Unternehmen hat eine Lösung entwickelt, mit der sich die ungenutzte Abwärme in Strom umwandeln lässt. Die standardisierten ORC-Module kommen heute in ganz unterschiedlichen Anwendungen zum Einsatz, von Produktions- und Industrieanlagen in der Zement- und Stahlindustrie, über Kompressoren-Stationen bis hin zum maritimen Umfeld. 

Mehr als sieben Millionen Betriebsstunden haben die Systeme von Orcan Energy mittlerweile absolviert und dadurch über 170.000 Tonnen CO₂ eingespart.

Doch je weiter die Anlagen verteilt sind, desto wichtiger wird eine weitere Voraussetzung: Sie müssen auch nach der Inbetriebnahme für Orcan Energy erreichbar bleiben – unabhängig davon, ob sie in Deutschland, im nahen Osten oder Nordamerika stehen. Für den zuverlässigen Zugriff aus der Ferne setzt das Unternehmen auf M2M-SIM-Karten von WhereverSIM.

Mitarbeiter von Orcan Energy vor Anlagen zur Energierückgewinnung

Das modulares Prinzip für Energierückgewinnung

Eine Besonderheit der Lösung liegt nicht allein in der Technologie, sondern auch darin, wie Orcan Energy sie auf den Markt bringt. Fabian Weigand, Product Manager bei dem Münchner Unternehmen, erklärt: „Während solche Anlagen traditionell individuell für einzelne Projekte geplant und konstruiert werden, arbeiten wir mit standardisierten Modulen, die sich je nach benötigter Leistung flexibel miteinander kombinieren lassen. Der Kunde bekommt modulare Anlagen aus einer Hand geliefert, die seinem Abwärmepotenzial und seinen Dekarbonisierungsplänen entsprechen.“

Das Ergebnis ist ein Plug-and-Play-Baukasten für die Nutzung von Abwärme. Statt jede Anlage von Grund auf neu zu planen, kann Orcan Energy auf standardisierte Module zurückgreifen und diese passend zum jeweiligen Anwendungsfall kombinieren. Das reduziert Engineering-Aufwand und Kosten und ermöglicht gleichzeitig eine schnellere Umsetzung.

Ein weiterer Vorteil: Das Baukastenprinzip bleibt auch nach der Inbetriebnahme flexibel. „Verändert sich der Bedarf an einem Standort, können wir zusätzliche Module installieren und die Anlage vergleichsweise einfach erweitern“, so Weigand. Statt einer speziell für einen einzigen Standort entwickelten Lösung entsteht damit ein System, das sich auch später an veränderte Anforderungen anpassen lässt.

Konnektivität gehört zum Gesamtpaket

Der Plug-and-Play-Gedanke endet für Orcan Energy nicht bei den Modulen. Auch die notwendige Konnektivität spielt eine wichtige Rolle. „Wenn der Kunde vor Ort keine eigene Verbindung zur Verfügung stellen kann, liefern wir die Konnektivität einfach mit. Dadurch haben wir jederzeit einen unabhängigen Zugang zur Anlage“, erklärt Weigand.

Dieser Zugang wird vor allem dann wichtig, wenn eine Anlage bereits beim Kunden im Einsatz ist. Treten Auffälligkeiten oder Abweichungen auf, kann das Team von Orcan Energy aus der Ferne auf das System zugreifen und zunächst analysieren, was dahintersteckt und ob überhaupt ein Eingreifen vor Ort erforderlich ist. Auch Software-Updates lassen sich remote durchführen.

„Nicht jede Auffälligkeit bedeutet, dass auch jemand zur Anlage fahren muss. Wenn wir aus der Ferne auf das System zugreifen können, können wir uns zunächst selbst ein Bild machen und in vielen Fällen direkt unterstützen“, erläutert Weigand. Gerade bei internationalen Projekten macht das einen Unterschied: Fragen lassen sich schneller beantworten und Abweichungen analysieren, ohne dass für jeden Fall unmittelbar ein Techniker vor Ort sein muss.

Grundsätzlich könnte Orcan Energy dafür auch auf die vorhandene Internetverbindung des Kunden zurückgreifen. Doch genau diese vorauszusetzen, würde dem Plug-and-Play-Ansatz widersprechen, ergänzt Weigand: „Wir liefern unseren Kunden das Gesamtpaket, das sie brauchen und dazu gehört bei Bedarf auch die M2M-SIM-Karte für eine Verbindung.“

WhereverSIM Vorteile auf einen Blick

  • Unabhängiger Fernzugriff auf international eingesetzte ORC-Anlagen
  • Internationale Projekte mit einer zentralen Connectivity-Lösung
  • Zentrale Verwaltung aller M2M-SIM-Karten über ein einheitliches Online-Portal
  • Remote-Diagnose und Software-Updates reduzieren Vor-Ort-Einsätze
  • Konnektivität bereits vor Auslieferung testen
  • SIM-Karten kostenfrei pausieren und bei Bedarf wieder aktivieren
Orcan Energy efficiency PACK zur Rückgewinnung von Abwärme

Eine Verbindung, gewappnet für internationale Projekte

Was bei den ORC-Modulen durch Standardisierung funktioniert, sollte auch bei der Konnektivität nicht mit jedem neuen Projekt von vorne beginnen. Während Orcan zu Beginn vor allem auf den deutschen Markt fokussiert war, sind die Systeme heute international im Einsatz. 

„Für uns ist entscheidend, dass wir unsere Systeme international einsetzen können, ohne bei jedem neuen Projekt das Thema Konnektivität neu aufsetzen zu müssen. Wir wissen heute schließlich nicht, wo das nächste Projekt realisiert wird“, erklärt Weigand.

Mit der zunehmenden Internationalisierung stieß die bisherige Connectivity-Lösung dabei an ihre Grenzen. Neue Länder bedeuteten auch neue Anforderungen an Netzabdeckung und Verfügbarkeit. Für jedes Projekt erneut zu prüfen, ob die bestehende Lösung am jeweiligen Standort funktioniert oder gegebenenfalls einen zusätzlichen Anbieter einzubinden, hätte den Aufwand mit jedem neuen Markt erhöht.

Das wollte Orcan Energy vermeiden. Die zunehmende Internationalisierung war deshalb auch ein Grund für den Wechsel zu WhereverSIM. Statt Konnektivität für unterschiedliche Länder immer wieder neu organisieren zu müssen, kann das Unternehmen seine M2M-SIM-Karten heute länderübergreifend einsetzen und zentral verwalten.

„Wir haben mit WhereverSIM eine Lösung im Einsatz, die wir international nutzen können. Ein Anbieter, ein einheitliches Portal, das macht das Handling für uns deutlich einfacher, als in jedem Land nach einem neuen Anbieter suchen zu müssen.“ Für Orcan Energy folgt die Konnektivität damit demselben Prinzip wie die eigenen Module: Sie soll sich möglichst flexibel an das jeweilige Projekt anpassen, nicht umgekehrt.

Orcan Energy Anlage

Konnektivität nach Bedarf: Testen. Aktivieren. Kostenfrei pausieren.

Damit das Plug-and-Play-Prinzip auch bei der Inbetriebnahme reibungslos funktioniert, überlässt Orcan Energy möglichst wenig dem Zufall. Bevor ein Modul das Werk verlässt, durchläuft es verschiedene Tests. Sensorik und Aktorik werden geprüft – genauso wie die Kommunikation über die eingesetzte M2M-SIM-Karte.

Die Verbindung wird damit nicht erst eingerichtet, wenn die Anlage bereits beim Kunden steht. Orcan Energy kann schon vor der Auslieferung prüfen, ob die Kommunikation funktioniert und der Fernzugriff grundsätzlich möglich ist. Eine potenzielle Fehlerquelle bei der späteren Inbetriebnahme lässt sich so bereits im Werk ausschließen. Nach den Tests wird die M2M SIM wieder deaktiviert, so dass bis zum finalen Einsatz beim Kunden keinerlei Kosten für die SIM-Karte anfallen.

Über das WhereverSIM Online-Portal lassen sich alle M2M-SIM-Karten unabhängig von ihrem Einsatzort verwalten. Wird die Mobilfunkverbindung bei einer Anlage zeitweise nicht benötigt, kann die entsprechende SIM kostenfrei pausiert und bei Bedarf wieder aktiviert werden.

Wo Abwärme entsteht, entsteht Potenzial

Für Orcan Energy ist die Internationalisierung ein wichtiger Fokus. Besonders Nordamerika entwickelt sich derzeit zu einem spannenden Markt für das Unternehmen. Der Ausbau von Rechenzentren sorgt dort für einen enormen Energiebedarf und eröffnet gleichzeitig neue Möglichkeiten, vorhandene Abwärme effizient zu nutzen.

Gerade bei solchen Projekten spielt das standardisierte Baukastenprinzip seine Stärken aus. Während große, individuell geplante Systeme teilweise mit langen Planungs- und Lieferzeiten verbunden sind, kann Orcan Energy seine standardisierten Module innerhalb von sechs bis zwölf Monaten bereitstellen.

Für weiteres internationales Wachstum muss das Unternehmen deshalb heute noch nicht wissen, wo die Anlagen von morgen stehen werden. Fabian Weigand abschließend dazu: „Unsere Systeme sind so konzipiert, dass sie dort eingesetzt werden können, wo Abwärme entsteht und wirtschaftlich genutzt werden kann. Diese Flexibilität wollen wir uns auch erhalten, wenn wir international weiter wachsen. Und dafür brauchen wir eine Konnektivitätslösung, die genauso flexibel mit uns und unseren Projekten mitgeht.“

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