Alle Mobilfunknetze mit einer SIM:
Das ist eine Multi-Netz-SIM

Eine Multi-Netz-SIM – auch Multi-Operator-SIM, M2M SIM oder Roaming-SIM genannt – erlaubt Roaming innerhalb eines Landes und dadurch die Verbindung mit verschiedenen Mobilfunknetzen.

Multinetz-SIM-Karten in 30 Sekunden erklärt

  • Multi-Netz-SIM-Karten sind speziell für IoT (Internet of Things) Geräte zwecks M2M (Machine-to-Machine) - Kommunikation entwickelt. Sie ermöglichen den Austausch von Daten über eine Verbindung zum Internet via Mobilfunk.
  • Für Multinetz SIMs werden deswegen auch folgende Namen genutzt: M2M SIM Karte, IoT SIM-Karte, Multinetz-SIM, Roaming-SIM, Global SIM, Multi-Operator-SIM oder Multi-IMSI SIM.
  • Im Vergleich zu normalen SIM-Karten für Endverbraucher ermöglichen Multi Operator SIMs eine stabilere Mobilfunkverbindung, weil die Mobilfunknetze von weit mehr als nur einem Netzbetreiber verwendet werden können.
  • Sie verfügen über erweiterte Sicherheits- und Management-Optionen für Unternehmen. Durch Webportal und API können sie leicht in Unternehmens-Prozesse integriert werden. Sie werden unter anderem im Bereich Sicherheit, Smart City, E-Mobility und Energietechnologie verwendet.
M2M SIM-Karte - hochformat von Wherever SIM

Warum kann eine SIM mehrere Mobilfunknetze in einem Land nutzen?

Vereinfacht erklärt: Eine Roaming-SIM oder Multi-Netz-SIM kann aufgrund verschiedener Roaming-Vereinbarungen die Netze verschiedener Anbieter nutzen.

Während eine Consumer SIM, wie man sie zum Beispiel vom eigenen Smartphone kennt, in ihrem Heimland immer nur das eigene Netz nutzen darf und nur im Ausland roamt, roamt eine IoT SIM in jedem Land. So kann sie verschiedene Mobilfunknetze innerhalb eines Landes nutzen, in Deutschland beispielsweise von Vodafone, Telekom oder O2.

Warum ist das wichtig? IoT-Geräte haben besondere Anforderungen an ihre Verbindung. Einige Geräte dürfen die Verbindung nicht verlieren, beispielsweise wenn die SIM in einem Krankenwagen zum Einsatz kommt. Sie brauchen deswegen Zugang zu mehreren Netzen, um immer die Möglichkeit einer Verbindung zu haben.

Füllstandsmeldungen

Standard und Industrial: Unterschiedliche Eigenschaften

Um den vielen unterschiedlichen Anforderungen und Gegebenheiten von Endgeräten und Maschinen gerecht zu werden, gibt es IoT-SIM-Karten in diversen Formaten. Neben den klassischen IoT-SIM-Formaten Mini, Micro und Nano gibt es Embedded SIMs, die direkt als Chip aufgelötet werden können.

Außerdem gibt es zusätzlich zur Standardausführung der unterschiedlichen Formate auch eine “Industrial SIM”. Diese robustere Variante ist z. B. für einen erweiterten Temperaturbereich und eine längere Nutzungsdauer ausgelegt.

IoT SIM-Formate der WhereverSIM
Verfügbare SIM-Formate
Betriebstemperatur
Lese-/Schreibzyklen
Datenhaltung
Standard M2M-SIM

-25°C bis +85°C

Lese-/Schreibzyklen

500.000

10 Jahre

Industrial M2M-SIM

-40°C bis +105°C

1.000.000

10 Jahre bei -40°C bis +105°C
15 Jahre bei -25°C bis +85°C

2FF, 3FF, 4FF

2FF, 3FF, MFF2

Mehr Mobilfunknetze für IoT-Projekte

Damit es im Rahmen von IoT- und M2M-Projekten möglichst nicht zu Verbindungsabbrüchen kommt, können Multi-Operator-SIM-Karten auch im Inland die Netze unterschiedlicher Netzbetreiber (in Deutschland Telekom, Vodafone und O2) nutzen (National Roaming). M2M-SIM-Karten werden daher auch als Multinetz-SIM oder Roaming-SIM bezeichnet.

Aber auch bei IoT-SIM-Karten gibt es Unterschiede im Netzzugang: Die SIMs von unabhängigen Unternehmen, so wie es die WhereverSIM ist, bevorzugen kein Mobilfunknetz (ungesteuertes Roaming) und erlauben dadurch dem Gerät die Verbindung an das bestmögliche Netz am Standort. Man spricht in diesem Kontext auch von Netzunabhängigkeit oder ungesteuerten Roaming.

M2M-SIMs der großen Netzbetreiber priorisieren in der Regel das eigene Mobilfunknetz (gesteuertes Roaming). Bevor sich ein Endgerät also mit dem Netz eines anderen Mobilfunkbetreibers verbinden darf, muss das eigene Netz nicht mehr verfügbar sein. Bis dahin bleibt das Gerät – egal wie schlecht der Empfang auch ist – immer in dem Netz des einen Netzbetreibers.

Gerade für Projekte, in denen es dauerhaft auf eine starke und zuverlässige Verbindung ankommt, kann diese Priorisierung von Netzen zum Nachteil werden.

M2M-Tarife mit weltweiter Netzabdeckung

Sicherheit & Zuverlässigkeit

Sicherheit ist essentiell für M2M-Kommunikation. Deswegen trennen Mobilfunkanbieter bereits in ihrem Kernnetz M2M Verbindungen vom restlichen Datenverkehr. Möglich machen das sogenannte APNs. Dabei handelt es sich um private Zugangspunkte zum Netz. Dieser APN muss einmalig für die SIM eingegeben werden, damit diese überhaupt die Verbindung in Netze ermöglichen kann. 

Soll der Datenverkehr zwischen Endgerät und System zusätzlich geschützt werden, können zusätzlich VPN zum Einsatz kommen.

Features von IoT SIMs von WhereverSIM

  • Vollständige Geo-Redundanz
  • 99,99 % Verfügbarkeit
  • Privater APN
  • IPsec VPN
  • Statische private IPs aus einem privaten Subnet
  • IMEI Lock
  • Custom DNS Server
Aufnahme einer Strasse mit Intelligenter Srassenbeleuchtung
Laura Gaber
Autorin:
Datum:
13.02.2024
Zuletzt aktualisiert:
12.05.2026
Laura Gaber, M.Sc., ist Kommunikations- und Marketingexpertin mit Wurzeln in der Solarbranche und einem Faible für komplexe Technologien. Nach mehreren Jahren auf EU-Ebene im Bereich der Erneuerbaren Energien wechselte sie 2016 in die Welt der IoT-Kommunikation. Seither treibt sie Themen rund um Digitalisierung, M2M und vernetzte Energie mit strategischem Blick und klarer Sprache voran. Als überzeugte Anhängerin agiler Arbeitsweisen liebt sie Tempo, Technik und gute Geschichten.