Eine Multi-Netz-SIM – auch Multi-Operator-SIM, M2M SIM oder Roaming-SIM genannt – erlaubt Roaming innerhalb eines Landes und dadurch die Verbindung mit verschiedenen Mobilfunknetzen.

Vereinfacht erklärt: Eine Roaming-SIM oder Multi-Netz-SIM kann aufgrund verschiedener Roaming-Vereinbarungen die Netze verschiedener Anbieter nutzen.
Während eine Consumer SIM, wie man sie zum Beispiel vom eigenen Smartphone kennt, in ihrem Heimland immer nur das eigene Netz nutzen darf und nur im Ausland roamt, roamt eine IoT SIM in jedem Land. So kann sie verschiedene Mobilfunknetze innerhalb eines Landes nutzen, in Deutschland beispielsweise von Vodafone, Telekom oder O2.
Warum ist das wichtig? IoT-Geräte haben besondere Anforderungen an ihre Verbindung. Einige Geräte dürfen die Verbindung nicht verlieren, beispielsweise wenn die SIM in einem Krankenwagen zum Einsatz kommt. Sie brauchen deswegen Zugang zu mehreren Netzen, um immer die Möglichkeit einer Verbindung zu haben.

Um den vielen unterschiedlichen Anforderungen und Gegebenheiten von Endgeräten und Maschinen gerecht zu werden, gibt es IoT-SIM-Karten in diversen Formaten. Neben den klassischen IoT-SIM-Formaten Mini, Micro und Nano gibt es Embedded SIMs, die direkt als Chip aufgelötet werden können.
Außerdem gibt es zusätzlich zur Standardausführung der unterschiedlichen Formate auch eine “Industrial SIM”. Diese robustere Variante ist z. B. für einen erweiterten Temperaturbereich und eine längere Nutzungsdauer ausgelegt.

-25°C bis +85°C
500.000
10 Jahre
-40°C bis +105°C
1.000.000
10 Jahre bei -40°C bis +105°C
15 Jahre bei -25°C bis +85°C
2FF, 3FF, 4FF
2FF, 3FF, MFF2
Damit es im Rahmen von IoT- und M2M-Projekten möglichst nicht zu Verbindungsabbrüchen kommt, können Multi-Operator-SIM-Karten auch im Inland die Netze unterschiedlicher Netzbetreiber (in Deutschland Telekom, Vodafone und O2) nutzen (National Roaming). M2M-SIM-Karten werden daher auch als Multinetz-SIM oder Roaming-SIM bezeichnet.
Aber auch bei IoT-SIM-Karten gibt es Unterschiede im Netzzugang: Die SIMs von unabhängigen Unternehmen, so wie es die WhereverSIM ist, bevorzugen kein Mobilfunknetz (ungesteuertes Roaming) und erlauben dadurch dem Gerät die Verbindung an das bestmögliche Netz am Standort. Man spricht in diesem Kontext auch von Netzunabhängigkeit oder ungesteuerten Roaming.
M2M-SIMs der großen Netzbetreiber priorisieren in der Regel das eigene Mobilfunknetz (gesteuertes Roaming). Bevor sich ein Endgerät also mit dem Netz eines anderen Mobilfunkbetreibers verbinden darf, muss das eigene Netz nicht mehr verfügbar sein. Bis dahin bleibt das Gerät – egal wie schlecht der Empfang auch ist – immer in dem Netz des einen Netzbetreibers.
Gerade für Projekte, in denen es dauerhaft auf eine starke und zuverlässige Verbindung ankommt, kann diese Priorisierung von Netzen zum Nachteil werden.
Sicherheit ist essentiell für M2M-Kommunikation. Deswegen trennen Mobilfunkanbieter bereits in ihrem Kernnetz M2M Verbindungen vom restlichen Datenverkehr. Möglich machen das sogenannte APNs. Dabei handelt es sich um private Zugangspunkte zum Netz. Dieser APN muss einmalig für die SIM eingegeben werden, damit diese überhaupt die Verbindung in Netze ermöglichen kann.
Soll der Datenverkehr zwischen Endgerät und System zusätzlich geschützt werden, können zusätzlich VPN zum Einsatz kommen.

