

Die Abschaltung von 2G und 3G wird von Netzbetreibern weltweit vorangetrieben. Der Grund: Die Frequenzen werden für moderne Technologien wie 4G (LTE), 5G, LTE-M und NB-IoT benötigt. Wer IoT-Geräte einsetzt, die nur 2G oder 3G unterstützen, muss nun handeln, um die Verbindung nicht zu verlieren.
Seit den 1990er-Jahren bildet das GSM-Netz (2G) die Grundlage mobiler Kommunikation, ab dem Jahr 2000 ergänzt durch UMTS (3G). Inzwischen hat sich die Technologie deutlich weiterentwickelt: 4G (LTE) ist Standard und auch 5G inzwischen weitestgehend ausgerollt. Ältere Generationen wie 2G und 3G gelten damit längst als Auslaufmodelle und werden von den Mobilfunknetzbetreibern daher Schritt für Schritt abgeschaltet.
Ziel ist ein effizienterer Einsatz der verfügbaren Frequenzen: Netzbetreiber wie die Deutsche Telekom nutzen die frei werdenden Bereiche – etwa um 900 MHz – gezielt für den weiteren Ausbau von 4G und 5G, insbesondere in ländlichen Regionen. So entsteht Platz für moderne Anwendungen, höhere Bandbreiten und eine zukunftssichere Netzabdeckung.
In Deutschland haben im Jahr 2021 bereits alle Mobilfunkbetreiber (Deutsche Telekom, Vodafone und O2) die 3G Abschaltung umgesetzt. Seitdem ist der Zugang über UMTS nicht mehr möglich. Geräte, die ausschließlich 3G unterstützen, haben ohne Hardware-Anpassung seitdem keine Verbindung mehr.
30. Juni 2028
30. September 2028 für Sprachverbindungen,
31. Januar 2031 für alle Dienste (auch IoT)
zweite Jahreshälfte 2028
vollständig abgeschaltet (30.06.2021)
vollständig abgeschaltet (30.06.2021)
vollständig abgeschaltet (21.12.2021)
In Italien ist die 3G-Abschaltung bereits weit fortgeschritten:
Viele Betreiber halten GSM weiterhin aktiv, vor allem in ländlichen Regionen, wo IoT-Geräte oft noch auf 2G basieren. Unternehmen mit bestehenden Geräten sollten die Netzentwicklung aufmerksam verfolgen und ihre Hardware mittelfristig auf 4G-, 5G- oder LPWAN-Technologien umstellen, um Konnektivitätsverluste zu vermeiden.
Anders als in Deutschland planen französische Netzbetreiber das 2G-Netz vor dem 3G-Netz abzuschalten und haben bereits konkrete Zeitpläne für die Abschaltung von 2G und 3G kommuniziert:
Ende 2026
Ende 2026
Ende 2026
Ende 2029
Ende 2028
Ende 2028
In Spanien setzen die Netzbetreiber darauf, zuerst das 3G-Netz abzuschalten, während 2G noch länger erhalten bleibt. Verschiedene Quellen sehen vor, den 3G-Dienst bis 2027 schrittweise einzustellen.
Für IoT‑Lösungen in Spanien bedeutet das, dass Geräte, die ausschließlich 2G oder 3G nutzen, mittelfristig gefährdet sind. Eine Migration zu 4G, 5G oder LPWAN-Lösungen sollte gezielt geplant werden, insbesondere in kritischen Anwendungen und in Regionen mit schwacher Netzabdeckung.
Die Abschaltung von 2G- und 3G-Netzen ist kein rein deutsches Thema, weltweit stellen Netzbetreiber auf moderne Technologien um. Dabei gehen sie unterschiedlich vor: Während in einigen Ländern zuerst das 3G-Netz vom Netz genommen wurde, steht in anderen Regionen die 2G-Abschaltung im Fokus.
In der Schweiz haben Swisscom und Sunrise 2G und 3G bereits vollständig abgeschaltet und durch 4G und 5G migriert. Gleiches gilt für die USA. Dort wurde das 2G-Netz von AT&T bereits 2017 abgeschaltet, T-Mobile folgte Ende 2021. Beim 3G-Netz war die Reihenfolge umgekehrt: T-Mobile beendete den Dienst schon 2020, AT&T schaltete 3G im Jahr 2022 ab. Auch in anderen Ländern wie Australien oder den Niederlanden sind beide Technologien teilweise bereits vollständig abgeschaltet. Unternehmen mit international eingesetzten IoT-Geräten sollten ihre Hardware frühzeitig prüfen und gezielt auf 4G-, 5G- oder LPWAN-fähige Lösungen umstellen.
vollständig abgeschaltet
vollständig abgeschaltet
vollständig abgeschaltet
vollständig abgeschaltet
vollständig abgeschaltet
vollständig abgeschaltet
Einige EU-Länder haben sich bereits konkret zu Abschaltterminen von 2G bzw. 3G geäußert, teils ist bereits eine Technologie vollständig rückgebaut. Dazu gehören beispielsweise:
Die Abschaltung von 2G und 3G hat direkte Auswirkungen auf die Konnektivität von IoT-Geräten: Ist das entsprechende Netz nicht mehr verfügbar, kann es auch nicht mehr genutzt werden. Endgeräte, die ausschließlich 2G oder 3G unterstützen, verlieren damit ihre Verbindung – dauerhaft. Das betrifft zum Beispiel ältere Alarmanlagen, Hausnotrufsysteme oder automatische Notrufe (eCall) im Fahrzeug. Ohne technische Umrüstung funktionieren diese Systeme im Ernstfall nicht mehr zuverlässig. Nur Geräte, die 4G, 5G oder LPWAN-Standards unterstützen, bleiben nach der Abschaltung online und einsatzbereit.
Auswirkungen der 2G-Abschaltung für Notrufdienste
In Deutschland wird 2G häufig für Notrufanwendungen wie in Aufzugnotrufe oder Hausnotrufsysteme genutzt. Vor der Abschaltung von 2G muss sichergestellt werden, dass diese Dienste auch über neuere Technologien wie Voice over LTE (VoLTE) zuverlässig funktionieren. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und der Hauptgrund, warum 2G im Gegensatz zu 3G noch nicht vollständig abgeschaltet wurde.
Die Abschaltung betrifft in erster Linie nicht die SIM-Karte, sondern das Endgerät. Moderne M2M-SIM-Karten wie die von WhereverSIM unterstützen längst 4G, 5G und LPWAN-Standards. Entscheidend ist daher, ob das eingesetzte Gerät bzw, die Hardware ebenfalls in der Lage ist, diese Technologien zu nutzen.
Wer SIM-Karten in älteren Geräten nutzt, sollte prüfen, ob diese auch 4G oder 5G-fähig sind. Ist das nicht der Fall, gibt es je nach Gerät Nachrüstlösungen beispielsweise in Form eines Modem- oder Firmware-Upgrades. Ob ein Gerät kompatibel ist und welche Optionen zur Verfügung stehen, findest sich meist in der technischen Dokumentation oder direkt beim Produktsupport des Herstellers.
Viele Unternehmen gehen davon aus, dass ihre Geräte automatisch zukunftssicher sind, sobald 4G unterstützt wird. In der Praxis ist das jedoch nicht immer der Fall. Gerade ältere LTE-Geräte nutzen 4G häufig nur für die Datenübertragung, während Sprachverbindungen oder Notruffunktionen weiterhin über das 2G-Netz abgewickelt werden.
Der Grund: Zahlreiche Geräte unterstützen kein Voice over LTE (VoLTE). In solchen Fällen erfolgt für Sprachdienste ein sogenannter Fallback ins 2G-Netz. Wird 2G abgeschaltet, funktionieren Sprach- und Notruffunktionen unter Umständen nicht mehr zuverlässig, obwohl das Gerät grundsätzlich LTE-fähig ist.
Davon betroffen sein können unter anderem:
- Aufzugnotrufsysteme
- Hausnotruf- und Alarmanlagen
- Fahrzeug-Telematik und eCall-Systeme
- industrielle Gateways mit Sprachfunktion sowie
- ältere LTE-Router und Kommunikationsmodule.
Gerade bei sicherheitskritischen Anwendungen sollte deshalb nicht nur geprüft werden, ob ein Gerät 4G unterstützt, sondern auch, ob VoLTE und moderne Netztechnologien vollständig unterstützt werden, oder ob hier noch ein 2G-Fallback greift.
Wenn unsere M2M-SIM-Karten in einem Geräten im Einsatz sind, muss SIM-seitig in Bezug auf die Abschaltung von 2G und 3G nichts unternommen werden: Unsere SIM-Karten unterstützen 4G- und 5G-Netze weltweit. Sobald ein Netz über Roaming verfügbar ist und zur gebuchten Tarifzone gehört, wird es automatisch genutzt – ganz ohne Anpassung auf Seite unserer Kunden.
Entscheidend ist jedoch, ob Endgeräte 4G oder 5G-fähig sind. Gerade bei älterer Hardware besteht die Gefahr, dass nur 2G oder 3G unterstützt werden. Da es keine Abwärtskompatibilität zwischen 4G-Netzen und reinen 2G-/3G-Geräten gibt, verlieren diese andernfalls die Verbindung und bleiben offline.
Unsicher, ob Geräte betroffen sind? Unser M2M-Expertenteam hilft gerne weiter – inklusive Empfehlungen zu passender Hardware über unser Partnernetzwerk.
Mit der Abschaltung von 2G und 3G rücken moderne Mobilfunkstandards stärker in den Fokus. Technologien wie 5G, LTE-M und NB-IoT sind gezielt auf die Anforderungen von IoT-Anwendungen zugeschnitten.
5G für komplexe Echtzeitanwendungen
5G bietet extrem geringe Latenzen, hohe Datenraten und die Möglichkeit, Millionen von Geräten gleichzeitig zu vernetzen. Ideal für IoT-Szenarien mit hohem Datenaufkommen oder Echtzeitbedarf etwa in der Industrie, bei autonomen Fahrzeugen oder in der Verkehrssteuerung.
LTE-M für mobile, energieeffiziente Geräte
LTE-M ist eine stromsparende Mobilfunklösung mit hoher Reichweite – perfekt für vernetzte Zähler, Tracker und Wearables. Die Technologie unterstützt Mobilität, SIM-Roaming und ist durch geringe Betriebskosten besonders attraktiv für skalierbare IoT-Projekte.
NB-IoT für einfache Sensorik und schwierige Umgebungen
NB-IoT punktet mit extrem niedrigem Energieverbrauch und zuverlässiger Verbindung selbst in Gebäuden, Kellern oder abgelegenen Regionen. Damit eignet sich die Technologie besonders für stationäre Geräte wie Wasser-, Gas- oder Temperatursensoren mit geringer Datenrate.
Die Abschaltung von 2G und 3G ist keine ferne Zukunft, sondern bereits Realität. Wer seine IoT-Geräte rechtzeitig auf moderne Mobilfunkstandards wie 4G, 5G, LTE-M oder NB-IoT vorbereitet, bleibt langfristig vernetzt und handlungsfähig. Unsere SIM-Karten unterstützen alle relevanten Technologien und unser Team unterstützt gerne bei der Umstellung. Damit Geräte auch morgen noch zuverlässig kommunizieren.
