

National Roaming bedeutet, dass eine SIM-Karte innerhalb eines Landes die Mobilfunknetze verschiedener Netzbetreiber nutzen kann. Diese "Funktion" steht nur speziellen M2M-SIM-Karten zur Verfügung, weshalb sie häufig auch als Roaming-SIM oder Multi-Netz-SIM bezeichnet werden.
Durch den Zugriff auf mehrere Mobilfunknetze sind IoT-Geräte nicht von der Netzabdeckung eines einzelnen Anbieters abhängig. Ist die Verbindung eines Netzes instabil oder nicht verfügbar, kann sich das Gerät automatisch in ein anderes verfügbares Netz einbuchen. Das sorgt für eine möglichst unterbrechungsfreie Datenübertragung.

Das Internet der Dinge (eng. Internet of Things, kurz IoT) wächst stetig, jeden Tag werden mehr IoT-Geräte und -Objekte miteinander verknüpft. Doch damit die von IoT-Geräten gesammelten Daten verarbeitet werden können, müssen diese übertragen werden.
Hier kommen Mobilfunk und die M2M-SIM-Karten von WhereverSIM ins Spiel. Denn: Über Mobilfunk lassen sich gesammelte Daten schnell und sicher von jedem IoT-Gerät übermitteln. Mobilfunk ist als Technologie etabliert und standardisiert, die Infrastruktur nahezu flächendeckend verfügbar. Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Deswegen kommt Mobilfunk sehr häufig für M2M Kommunikation zum Einsatz und zählt mittlerweile als die wichtigste Konnektivitätstechnologie im IoT.
Der Knackpunkt dabei: Kein Mobilfunknetzbetreiber bietet überall die gleiche Netzabdeckung. Insbesondere in Deutschland erreicht kein Anbieter eine flächendeckende Verfügbarkeit, sondern nur die Mobilfunknetze aller Netzbetreiber gemeinsam.
Nach Angaben der Bundesnetzagentur (Beitrag abgerufen am 01.06.2026) besteht immer noch ein Nachholbedarf bei der Netzabdeckung einzelner Netzbetreiber. Etwa 2 Prozent der gesamtdeutschen Fläche ist noch nicht mit 4G oder 5G versorgt. Insbesondere in ländlichen Regionen steht der Ausbau noch aus, so dass in einigen Regionen maximal das Netz von einem Mobilfunkbetreiber verfügbar ist. Die einzelnen, verfügbaren Netze variieren wiederum von Region zu Region.
Genau hier setzt National Roaming an: Statt ausschließlich auf die Netzabdeckung eines einzelnen Mobilfunkanbieters angewiesen zu sein, können M2M-SIM-Karten auf mehrere Mobilfunknetze zugreifen. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass IoT-Geräte jederzeit eine stabile Verbindung aufbauen und Daten zuverlässig übertragen können.
Damit IoT-Geräte mehrere Mobilfunknetze nutzen können, sind spezielle M2M-SIM-Karten erforderlich. Anders als klassische SIM-Karten für Privatkunden können sie – abhängig von den Roaming-Vereinbarungen des jeweiligen Anbieters – auf die Mobilfunknetze verschiedener Netzbetreiber zugreifen. Sie werden deswegen auch M2M Roaming SIM oder Multi-Netz-SIMs genannt.
Möglich wird dies durch Roaming-Abkommen zwischen SIM-Anbietern und Mobilfunknetzbetreibern. Sie erlauben es M2M-SIM-Karten, sich in unterschiedliche Mobilfunknetze einzubuchen und so die verfügbare Netzabdeckung zu erweitern.
Doch der Zugang zu mehreren Netzen allein garantiert noch keine optimale Verbindung. Entscheidend ist auch, wie das Endgerät zwischen den verfügbaren Netzen auswählt. Genau hier liegt der Unterschied zwischen gesteuertem und ungesteuertem Roaming.
National Roaming ist nicht gleich National Roaming. Hier gibt es eine kleine aber feine Unterscheidung, die für IoT- und M2M-Projekte allerdings sehr wichtig ist. Die Rede ist von gesteuerten Roaming und ungesteuerten Roaming.
Bei unseren SIM-Karten zählt nicht der Netzbetreiber, sondern ausschließlich die Stärke des verfügbaren Mobilfunknetzes an einem Standort. Das Endgerät ist also frei darin, sich je nach Netzqualität mit einem Mobilfunknetz zu verbinden und muss keinen besonderen Vorgaben folgen. Durch diese Flexibilität spricht man in diesem Fall von ungesteuertem Roaming (non-steered Roaming).
Warum ist ungesteuertes Roaming wichtig? Weil die Verfügbarkeit eines Mobilfunknetzes je nach Standort schwankt: Mal ist das Netz eines Anbieters am stärksten, mal das eines anderen Anbieters. Es gibt jedoch Endgeräte, die permanent auf eine starke Verbindung angewiesen sind, beispielweise M2M SIM Karten in einem Krankenwagen, der medizinische Daten überträgt.
Im gesteuerten Roaming (steered Roaming) hat das Endgerät nicht die Möglichkeit, selbst das Netz für die Verbindung zu wählen. Es gibt immer eine klare Vorgabe (Priorisierung) – egal wie schlecht die Verbindung eines Anbieters an einem Standort ist – mit welchem Mobilfunknetz sich das Endgerät vorrangig verbinden soll. Gibt ein Netzbetreiber selbst M2M SIM-Karten aus, orientieren diese sich in der Regel an seinem eigenen Netz.
Heißt konkret: Gibt Anbieter A eine M2M SIM aus, versucht sich diese auch immer vorrangig mit dem Netz von Anbieter A zu verbinden – ganz egal, wie schlecht die Verbindung in seinem Netz gerade ist. Erst, wenn A gar kein Netz mehr hat, darf sich das IoT-Gerät in ein Mobilfunknetz von B oder C einbuchen.
Wann ist gesteuertes Roaming ausreichend und wann bringt ungesteuertes Roaming einen echten Mehrwert? Welche Kriterien bei der Entscheidung helfen können, hat unsere Erfahrung aus über 1.500 erfolgreichen IoT-Projekten gezeigt:
Stationäre Geräte an einem festen Standort
Nicht zeitkritische Datenübertragung
Kurzzeitige Ausfälle des Endgerätes sind akzeptabel
Wählt das Mobilfunknetz basierend auf der besten Verbindung vor Ort
Netzwechsel je nach Stärke des vor Ort verfügbaren Mobilfunknetzes
Verbindungsabbrüche sollen und müssen möglichst vermieden werden
Bekannte Standorte mit guter/bekannter Versorgung
Wechselnde Standorte oder Regionen mit unterschiedlicher/unbekannter Netzqualität
Manuelle Optimierung durch Mitarbeiter möglich
Geräte sollen ohne manuelle Eingriffe Verbindung herstellen
Kostenoptimierungen oder Netzbetreiberstrategie
Maximale Erreichbarkeit und Betriebssicherheit
Ungesteuertes Roaming bietet vor allem dort Vorteile, wo IoT-Geräte auf eine möglichst stabile und durchgängige Mobilfunkverbindung angewiesen sind. Da sich die Netzqualität je nach Standort, Gebäude oder Region unterscheiden kann, profitieren insbesondere Anwendungen, die regelmäßig den Standort wechseln oder kontinuierlich Daten übertragen müssen.
Zu den typischen Einsatzbereichen gehören beispielsweise Asset-Tracking-Lösungen und Fahrzeug-Telematik. Hier bewegen sich Geräte permanent durch unterschiedliche Funkzellen und Versorgungsgebiete. Die Möglichkeit, jederzeit das aktuell stärkste verfügbare Mobilfunknetz zu nutzen, trägt dazu bei, Verbindungsabbrüche zu reduzieren und Positions- oder Zustandsdaten zuverlässig zu übertragen.
Auch bei E-Ladesäulen, POS-Terminals und Digital-Signage-Systemen spielt eine stabile Verbindung eine wichtige Rolle. Fällt die Mobilfunkverbindung aus oder ist sie instabil, können Bezahlvorgänge, Fernwartung oder die Aktualisierung von Inhalten beeinträchtigt werden. Durch die freie Netzwahl erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Geräte jederzeit erreichbar bleiben.
Besonders relevant ist ungesteuertes Roaming zudem für Anwendungen in der Sicherheits- und Alarmtechnik, in der Medizintechnik oder bei Notrufsystemen. In diesen Bereichen kann die Verfügbarkeit der Datenübertragung unmittelbar Einfluss auf die Funktionalität und Betriebssicherheit haben. Je höher die Anforderungen an Erreichbarkeit, Mobilität und Verbindungsqualität sind, desto größer ist daher in der Regel der Nutzen von ungesteuertem Roaming.
National Roaming bezeichnet die Möglichkeit, innerhalb eines Landes die Mobilfunknetze verschiedener Netzbetreiber zu nutzen. Dadurch sind IoT-Geräte nicht ausschließlich auf die Netzabdeckung eines einzelnen Anbieters angewiesen und können je nach Verfügbarkeit auf alternative Mobilfunknetze zugreifen.
National Roaming beschreibt grundsätzlich den Zugang zu mehreren Mobilfunknetzen. Ungesteuertes Roaming geht einen Schritt weiter: Das Endgerät kann selbst entscheiden, welches verfügbare Netz die beste Verbindung bietet. Beim gesteuerten Roaming hingegen gibt es Vorgaben, welche Netze bevorzugt genutzt werden sollen.
In der Regel nicht. Klassische SIM-Karten für Privatkunden sind meist auf das Netz ihres jeweiligen Mobilfunkanbieters ausgelegt. National Roaming steht typischerweise nur speziellen M2M- und IoT-SIM-Karten zur Verfügung, die über entsprechende Roaming-Vereinbarungen verfügen.
Nicht zwangsläufig. Ob eine M2M-SIM automatisch das stärkste verfügbare Netz nutzt, hängt davon ab, ob gesteuertes oder ungesteuertes Roaming eingesetzt wird. Bei ungesteuertem Roaming kann das Endgerät das Netz anhand der tatsächlichen Netzqualität auswählen. Bei gesteuertem Roaming werden bestimmte Netze bevorzugt. Unsere M2M SIM Karten können beides, sind aber standardmäßig im ungesteuerten Roaming unterwegs.
Ungesteuertes Roaming eignet sich insbesondere für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Verfügbarkeit und Mobilität. Dazu gehören beispielsweise Asset Tracking, Fahrzeug-Telematik, E-Ladesäulen, POS-Terminals, Digital Signage sowie Alarm- und Notrufsysteme. Je wichtiger eine stabile Verbindung ist, desto wichtiger ist der Einsatz von ungesteuertem Roaming, um maximale Verbindungssicherheit zu haben.